Kompoststall                       Compost bedded barn pack

Der Kompoststall besteht aus einem freien Liegebereich (wie auf der Weide) und einem Fressbereich.

Im Liegebereich dienen als Einstreu Elefantengras (Miscanthus), Hobel- bzw. Sägespäne oder Dinkelspelzen.

Durch tägliches Bearbeiten (bei uns mit einer alten Ackerfräse abwechselnd mit einem Grubber) wird regelmäßig Sauerstoff zugeführt. Dadurch wird die Einstreu mit dem Rinderdung vermischt und ein sog. Rotteprozeß in Gang gesetzt. Nach ungefähr einem halben Jahr bringen wir den geruchlosen, fein-krümmeligen und "reinen" Kompost (ohne Klärschlamm) mit einem pH-Wert (laut unserer letzten Untersuchung) von 9,4 auf unsere Felder/Wiesen aus - damit wird der natürliche Kreislauf wieder geschlossen.

 

Durch den Umsetzungsprozeß werden die pathogenen Keime inaktiv gesetzt und sind deshalb keine Gefahr (bei konsequenter Handhabung) für die Eutergesundheit der Tiere.

Der überragende Liegekomfort, die frische Luft und der weiche Boden (Klauengesundheit verbessert sich wesentlich) waren für uns die ausschlaggebenden Punkte für unsere Kühe in einen Kompoststall zu investieren.

 

Im Vergleich zum bestehenden Liegeboxenlaufstall (altmelke Gruppe) bereitet der Kompoststall wesentlich weniger tägl. Pflegeaufwand. Leider sind die Späne in den letzten Jahren laufend teurer geworden.

 

Unser Ziel ist   -   die Lebenserwartung unserer Kühe zu erhöhen, gesündere und problemlosere Tiere (Special Needs in der ersten Laktationshälfte) mit einer guten  Leistung   -  zu betreuen.

Mit unserem Kompost steigern wir den Humusgehalt  und erreichen somit eine vitale Mikrobiologie in den Böden .

 

Neben den positiven Einflüssen auf die Klauengesundheit und dem Tierkomfort erleben wir eine ruhige, ausgeglichene Kuhherde.

 

 

Klimaverträgliche Landwirtschaft muss kein Schlagwort sein.